Welt(um)ordnung: Europa, die Bedrohung durch Russland und ihre sicherheitspolitischen Auswirkungen
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die europäische Sicherheitsordnung grundlegend erschüttert und die politische Debatte über eine sicherheitspolitische „Zeitenwende“ nachhaltig geprägt. Das Seminar setzt an dieser Zäsur an und analysiert die strategischen Interessen Russlands, die veränderte Rolle der NATO sowie die sicherheitspolitischen Konsequenzen für Europa und Deutschland. Neben klassischen militärischen Bedrohungen rücken Formen hybrider Kriegführung in den Fokus, insbesondere Desinformation und strategische Einflussnahme als Mittel moderner Konflikte. Diese Entwicklungen stellen nicht nur militärische Strukturen, sondern auch Gesellschaften und demokratische Entscheidungsprozesse vor neue Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird die Rolle des Heimatschutzes sowie des Host Nation Support als Schnittstelle zwischen militärischen und zivilen Akteuren thematisiert. Ein zentraler Schwerpunkt des Seminars liegt auf interkultureller Kompetenz als Voraussetzung multinationaler Zusammenarbeit. In einem sicherheitspolitischen Umfeld, das zunehmend durch Bündnisoperationen geprägt ist, werden kommunikative Fähigkeiten, kulturelle Sensibilität und kooperative Handlungsfähigkeit zu strategischen Ressourcen. Das Seminar verbindet geopolitische Analyse mit praxisnaher Reflexion und eröffnet Raum, individuelle wie institutionelle Handlungsperspektiven in Zeiten erhöhter Bedrohungslagen zu diskutieren.