Seminare

Demokratie im Wandel

Beginn
3. August 2026
Ende
5. August 2026
Seminar-Nummer
32-3-2026

Demokratie im Wandel – Zwischen gesellschaftlichem Zusammenhalt, Vielfalt und Herausforderungen

Demokratische Gesellschaften befinden sich in einem stetigen Wandel. Gesellschaftliche Vielfalt, politische Polarisierung, internationale Krisen und sich verändernde öffentliche Diskurse stellen Demokratien vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen diese Entwicklungen Chancen für gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Innovation und einen konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Perspektiven.
Das Seminar beschäftigt sich mit den Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen dieses Wandels und vergleicht demokratische Entwicklungen in Deutschland und den USA. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach gesellschaftlichem Zusammenhalt, politischer Kultur, demokratischer Teilhabe und der Bedeutung unterschiedlicher Perspektiven für demokratische Entscheidungsprozesse.

Zu Beginn reflektieren die Teilnehmenden ihre eigenen gesellschaftlichen Erfahrungen und Erwartungen an das Seminar. Anschließend analysieren sie Eigen- und Fremdwahrnehmungen Deutschlands und der USA sowie unterschiedliche demokratische Selbstverständnisse. Dabei wird untersucht, wie öffentliche Debatten, Medien und gesellschaftliche Entwicklungen politische Einstellungen prägen.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Bedeutung multiperspektivischer Zugänge für demokratische Gesellschaften. Ausgehend vom Konzept der „Gefahr der einzigen Geschichte“ nach Chimamanda Ngozi Adichie setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, weshalb unterschiedliche Sichtweisen eine wesentliche Voraussetzung demokratischer Meinungsbildung darstellen.
Anhand biografischer Beispiele wird anschließend aufgezeigt, wie gesellschaftlicher Wandel individuelle Lebenswege beeinflusst und welche Bedeutung Zugehörigkeit, Identität und gesellschaftliche Teilhabe für demokratische Gesellschaften besitzen. Am Beispiel der Anschläge vom 11. September 2001 wird darüber hinaus untersucht, welche Auswirkungen einschneidende Krisen auf demokratische Institutionen, gesellschaftliches Vertrauen sowie das Verhältnis zwischen Staat und Zivilgesellschaft haben können.

Das Seminar verbindet wissenschaftliche Impulse mit interaktiven Arbeitsformen und fördert die Fähigkeit, demokratische Entwicklungen kritisch zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven einzuordnen und eigene Positionen fundiert zu begründen. Der Vergleich Deutschlands und der USA eröffnet dabei einen multiperspektivischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen demokratischer Gesellschaften.

Aufgrund der unterschiedlichen Herkunftsgebiete der TN ist die Seminarsprache Englisch.

Ich bin dabei!

Leitung
Martin Kaiser
Seminargebühr (inkl. Übernachtung im DZ p. P.)
135,00 EUR
Bildungsurlaub
Sonderurlaub

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