Bildungsurlaub 2026

Gesellschaft und Geschichte erleben durch Brettspiele

Beginn
30. Oktober 2026
Ende
6. November 2026
Seminar-Nummer
45-1-2026

Gesellschaft und Geschichte erleben durch Brettspiele

BIG-Con Seminar“ versteht sich als Raum, in dem Brettspiele den Rahmen bieten um gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Prozesse in verschiedenen Simulationsansätzen kennen zu lernen. Die eigene Auseinandersetzung mit den simulierten Entscheidungsprozessen macht die Rollen von Interessenträgern, Konfliktpotentialen und Aushandlungsprozessen direkt erfahrbar.
Darüber hinaus bietet die Interaktion in den Gruppen die Möglichkeit soziale Fertigkeiten auf- und auszubauen. Dabei unterstützt die psychologische Beratung durch die Veranstaltungsleitenden Reflektionsprozesse und Entwicklungen insbesondere in Bezug auf Kommunikations-, Beziehungs- und Konfliktstile der Teilnehmenden.

Den Teilnehmenden steht für die Modularbeit eine große Auswahl an Lernangeboten und Brettspielen zur Verfügung.
Die Modularbeit erfolgt in Kleingruppen von 3-6 Teilnehmenden je nach Modul entweder unter Anleitung und Begleitung durch die Seminarleitenden und Teilnehmende mit geeigneten Vorerfahrungen oder in eigenständiger Erarbeitung des Modulmaterials.
Die Aufteilung in wechselnde Gruppen und die Modulauswahl für den Tag erfolgt jeweils in den Morgenrunden.

Die zur Verfügung stehenden Module teilen sich in zwei Kategorien auf: Simulationsorientiert und Wissens-Transfer-Orientiert.

Simulationsorientierte Module verwenden jeweils ein bestimmtes Brettspiel, um die Inhalte eines Themas persönlich erfahrbar zu machen.
In den Einführungsmodulen (I) wird das nötige Hintergrundwissen zu den simulierten Situationen und Handlungsmöglichkeiten vermittelt. Die zu erwartenden Lernerfolge werden vorgestellt und erläutert. Daneben erfolgt die Vorstellung und Einführung des zur Simulation genutzten Brettspiels. Diese versetzt die Teilnehmenden in die Lage, in der Simulation eigene Entscheidungen zu treffen und deren Auswirkungen zu erfahren. Zum Ende des Spiels werden die Entscheidungen und Entwicklungen der Partie in Bezug auf die beabsichtigten Lernerfolge reflektiert und wiederholt. In fortgeschrittenen Modulen (II) setzen sich die Teilnehmenden eigenständig mit der Simulation im Brettspiel auseinander und können durch die so entstehenden Experimente die Lernerfahrungen ausbauen und vertiefen. Jede Partie wird begleitet von einem folgenden Gespräch zu den getroffenen Entscheidungen und deren Auswirkungen um die Entwicklungen zu reflektieren.

Beispiele für simulationsorientierte Module:

  • Interessenträger in westlichen Demokratien – Gesamtgesellschaftliche Interaktionen und Aushandlungsprozesse und der Begriff der kulturellen Hegemonie nach Gramsci am Beispiel des Brettspiels „Hegemony – Führe Deine Klasse zum Sieg“
  • Kolonialismus aus der Perspektive der Betroffenen – Interessen und Verhalten der politischen Führungspersonen in von Kolonialismus betroffenen Staaten am Beispiel afghanischer Führungspersonen nach dem Zusammenbruch des Durrani Reiches im 19. Jahrhundert, simuliert im Brettspiel „Pax Pamir“
  • Kontrolle und Widerstand – Rollen und Wirkungsmechanismen in asymmetrischen militärischen Konflikte am Beispiel des abstrakten Counter-Insurgency Simulationsbrettspiels „Root – Macht und Recht im Waldland“
  • Kooperation und Konkurrenz – historische nationale Wirtschaftsentwicklungsprozesse am Beispiel des Brettspiels „Brass – Birmingham“
  • Kooperation bei asymmetrischer Information – Auswirkungen und Herausforderungen in der kooperativen Lösungsfindung bei asymmetrischer Information der Teilnehmenden und eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeit am Beispiel des Brettspiels „Bomb Busters“

Wissens-Transfer-Orientierte Module werden üblicherweise als Frontalunterricht oder moderierte Gruppendiskussion durchgeführt.

Beispiele für wissens-transfer-orientierte Module

  • Brettspiele zum Aufbau sozialer Beziehungen – Wie können Brettspiele helfen, neue Kontakte, Netzwerke und Bekanntschaften aufzubauen und zu festigen
  • Brettspiele als Team-Building – geeignete Titel und Methoden um Brettspiele im beruflichen Kontext zur Vermittlung von Fertigkeiten und Festigung von Team Strukturen zu verwenden
  • Frustration und Kommunikation – Wie kann ich produktiv mit Rückschlägen umgehen und damit verbundene Emotionen wirksam regulieren
  • Brettspiele wirksam erklären – didaktische und kommunikative Methoden um Brettspiele wirksam zu lehren
  • Konfliktlösung in Brettspielen – Wirksame Kommunikations- und Konfliktlösungstechniken am Beispiel häufig erlebter Brettspielsituationen

Ich bin dabei!

Leitung
André Lindner; Timo Bartsch
Kosten
Bildungsurlaub
Sonderurlaub

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