Das Ende der Geschichte? Zu den neuen Zentren der internationalen Politik
Unmittelbar nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem Zusammenbruch der Sowjet¬union prägte der amerikanische Politikwissenschaftler Francis Fukuyama mit seinem viel diskutierten gleichnamigen Buch den Begriff vom „Ende der Geschichte“. Damals wie heute scheint die grundlegende Veränderung des internationalen Machtgefüges eine Zeitenwen¬de einzuleiten.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden einen vertieften Einblick in die aktuelle „Zeitenwende“ und damit in die neuen Zentren der internationalen Politik zu vermitteln. Da¬bei sollen sie den Wandel von bipolaren Konflikt- und Machtkonstella-tionen zu einer multi¬polaren Welt zu analysieren und zu verstehen lernen.
In einem ersten Schritt geht es um das „Ende der Geschichte“ des Ost-West-Konfliktes mit seiner bipolaren Konstellation. Zusammen mit einem Experten ziehen die Teilnehmenden Vergleiche zur heutigen Situation und analysieren deren Entstehungszusammenhänge. Der Aufstieg Chinas mit seiner neuen Seidenstraßenstrategie und seinem Einfluss auf den Weltmarkt bildet einen zweiten Schwerpunkt und vermittelt Einblicke in die Weltmachtamabitionen eines neuen globalen Akteurs.
In einem dritten Schritt geht es um das Erstarken Russlands als sicherheitspolitisch rele-vanter Akteur (Besetzung der Krim, Krieg in der Ukraine) und die wachsende Bedeutung der BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika – , die ihren Zusammenschluss als Gegenpol zur „westlich“ geprägten Welt verstehen.
Wie wird eine neue Weltordnung aussehen? In welcher Form werden bisherige Zu-sammenschlüsse und Bündnisse wie NATO und EU fortbestehen? Und welche weiteren (nicht-staatlichen) Akteure wie Rating Agencies oder Weltbank werden die globale Politik in der Zukunft bestimmen? Diesen Blick voraus werden Teilnehmende und Referent in einem vierten Schritt erarbeiten.
Verschaffen Sie sich gemeinsam mit unseren Expert*innen einen vertieften Einblick in die neuen Zentren der Weltpolitik und berücksichtigen Sie dabei sehr unterschiedliche Perspektiven. Kommen Sie so zu einem eigenen Standpunkt in einer hoch aktuellen und kontroversen Debatte.